Koalition übernimmt Verantwortung für das Staatstheater

von fraktion

„Der Magistrat hat eine gute Lösung gefunden – und das unter großem Zeitdruck“, fasst Gernot Rönz, Sprecher für Kunst und Kultur der grünen Rathausfraktion, die Pläne zur Einrichtung einer Interimsspielstätte des Staatstheaters zusammen. „Mit dem Beschluss schaffen wir eine Perspektive für den Kulturbetrieb und Klarheit für die Mitarbeiter*innen.“

Die Grünen sind froh, dass Land und Stadt gemeinsam eine Perspektive für den notwendigen Ersatzstandort geschaffen haben. Andere Standorte hatten sich schon vor längerer Zeit entweder aus finanziellen oder zeitlichen Gründen zerschlagen, sodass der jetzige Standort die letzte Chance überhaupt ist, das Projekt im zeitlich notwendigen Rahmen zu realisieren.

Verwundert zeigt sich Rönz über das Abstimmungsverhalten der SPD. Diese hatte im Kulturausschuss noch für das Konzept gestimmt, sich in der Stadtverordnetenversammlung jedoch enthalten. „Die Koalition übernimmt Verantwortung für das Staatstheater. Hätten wir den Beschluss vertagt, wie es von der SPD gefordert wurde, hätten wir uns auf Stillstand und die Einstellung des Theaterbetriebs geeinigt.“

Zusätzlich überrascht Rönz, dass die Kasseler SPD-Fraktion entgegen der Empfehlung ihres Landesministers handelt. „Scheinbar war die Empfehlung des Kulturministers Timon Gremmels (SPD) kein ausschlaggebendes Argument für eine Zustimmung. Die SPD bleibt sich in Ihrem Wankelmut treu.“

Aus grüner Sicht sind in der Vorlage die Risiken deutlich beschrieben, sodass von fehlender Transparenz nicht die Rede sein kann.

Hintergrund:

In der Stadtverordnetenversammlung am 18. März 2024 wurde eine Vorlage des Magistrats zur Einrichtung einer Interimsspielstätte des Staatstheaters auf dem Areal der Jägerkaserne I beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte im Ausschuss für die Vorlage gestimmt. Während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung versuchte sie jedoch zunächst, den Tagesordnungspunkt zu verschieben und enthielt sich bei der anschließenden Abstimmung.

Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller hatte vorher auf die Dringlichkeit des Beschlusses hingewiesen, da eine Verzögerung zu einer temporären Einstellung des Theaterbetriebs bei Weiterzahlung der Personalkosten geführt hätte. Auch Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) hatte sich öffentlich für das Konzept des Magistrats ausgesprochen und die finanzielle Beteiligung des Landes zugesagt.

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