Quartiersgarage für die Jägerkaserne I

von fraktion

Auf dem Areal der Jägerkaserne I in Wehlheiden soll eine Quartiersgarage mit etwa 300 Stellplätzen entstehen. Die Stadt Kassel beauftragt ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Stadt Kassel Immobilien GmbH & Co. KG (SKI) mit dem Bau im südlichen Bereich des Areals an der Ludwig-Mond-Straße/Frankfurter Straße. Die Stadt wird das Gebäude anschließend von der SKI mieten und bewirtschaften.

„Quartiersgaragen bieten den Vorteil, dass die Wohngebäude im Quartier bei einem Neubau wie in der ehemaligen Jägerkaserne ohne Tiefgaragen errichtet werden können“, erläutert Eva Koch, Sprecherin der Rathausgrünen für Mobilität, Verkehr und Radverkehr. „Das macht das Bauen günstiger. Stellplätze für PKW werden dann von den Eigentümer*innen oder Mieter*innen der Wohnungen in den Quartiersgaragen angemietet.“

Umnutzung der Parkflächen

Die Konzepte für das Areal der Jägerkaserne sehen eine Wohnbebauung auf der Quartiersgarage vor. „Das wäre sehr elegant, gerade unter dem Aspekt möglichst geringer Versiegelung. Jetzt kann man sich natürlich schon fragen: Was ist der Unterschied zu einem Parkhaus oder einer großen Tiefgarage? Das Gebäude steht nur den Nutzer*innen zur Verfügung“, erklärt Koch. Es bietet weitere Infrastruktureinrichtungen wie Fahrradstellplätze, Stellplätze für Carsharing-Autos und Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge. „Und ein sehr spannender Aspekt: Ein solcher Bau kann so erstellt werden, dass perspektivisch eine Umnutzung der Parkflächen für weitere Wohnungen möglich ist. Wenn wir die Verkehrswende schaffen, den Nahverkehr ausbauen, die Radinfrastruktur attraktiver machen, brauchen die Bewohner*innen in einem so gut erschlossenen Quartier keine eigenen PKWs mehr – oder zumindest deutlich weniger.“ Für Koch kann das Projekt als Blaupause für weitere Quartiersgaragen in Gebieten mit hohem Parkdruck dienen.

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