Mehr Sicherheit am Bebelplatz

von fraktion

Der Bebelplatz soll sicherer werden. Der Seniorenbeirat fordert in seinem Antrag die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit und zusätzliche Querungsmöglichkeiten. Einem von der Jamaika-Koalition geänderten Antrag haben die Stadtverordneten zugestimmt. „Wir danken dem Beirat herzlich für die Einbringung des Antrags – es ist wichtig, die besondere Perspektive älterer Menschen gerade in der Stadt- und Verkehrsplanung zu berücksichtigen“, betont Eva Koch, Sprecherin der grünen Fraktion für Mobilität, Verkehr und Radverkehr. Sie hält die Situation am Bebelplatz nicht nur für Fußgänger*innen, sondern auch für Radfahrer*innen für sehr unübersichtlich.


Kampagne „Rücksicht schmückt Dich“

Koch beklagt fehlende Rücksichtnahme, nicht nur im Straßenverkehr. Mit ihrer Kampagne „Rücksicht schmückt Dich“ hat die Stadt Kassel erst im September das Problem angepackt und für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr geworben. „Die meisten Verkehrsteilnehmenden sind rücksichtsvoll – aber auch wenn das 90 Prozent sind, reichen die restlichen 10 Prozent aus, um uns die Laune erheblich zu verderben“, bedauert Koch. „Die Menschen, die umweltfreundlich auf dem Rad und zu Fuß unterwegs sind, leiden besonders darunter. Sie haben keine Knautschzone und deshalb führt die Rücksichtslosigkeit schnell zu einer echten Gefährdung.“


Belange der Schwächeren besser berücksichtigen

Für sie ist der Antrag sehr wichtig. „Wir müssen die Infrastruktur sicherer machen und dabei die Belange der Schwächeren besser berücksichtigen“, fordert Koch. „Bausteine wie die Verringerung der Fahrbahnbreite, mehr sichere Überwege, sogenannte Gehwegnasen und Geschwindigkeitsbegrenzungen erhöhen nicht nur die Sicherheit der Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. Sie können auch die Qualität des Platzes verbessern, so wie es auch in der Begründung zum Antrag steht.“ Der Magistrat wird nun gebeten, die im Antrag vom Seniorenbeirat genannten Maßnahmen zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit und zur Verbesserung der Querungsmöglichkeiten am Bebelplatz zu prüfen und die Ergebnisse im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr vorzustellen.

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