Keine integrierte Gesamtschule in Bettenhausen

von fraktion

Die Stadtverordneten haben gegen den SPD-Antrag für den Bau einer integrierten Gesamtschule in Bettenhausen gestimmt. Der Kasseler Osten bietet ausreichend Plätze für Schüler*innen der Sekundarstufe I. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Schulentwicklungsplans hervor. „Diese Zahlen sprechen gegen einen weiteren Schulstandort im Kasseler Osten, weil er nicht ausgelastet wäre und die Einwahlzahlen mit den vorhandenen Kapazitäten abgedeckt werden können“, erklärt Katharina Griesel, bildungspolitische Sprecherin der Grünenfraktion.


Durch Offene Schule Waldau abgedeckt

Sie führt aus, dass die aktuellen Zahlen zeigen, dass 202 Kinder aus dem Kasseler Osten im Schuljahr 2023/24 in Stufe 4 mit 150 Schulplätzen der Offenen Schule Waldau abgedeckt werden können. „Damit können alle Erstwunsch-Angaben für diese Schule aus dem Kasseler Osten erfüllt werden.“ Einige Schüler*innen aus dem Kasseler Osten haben laut Griesel zudem mit Erstwunsch eine Landkreisschule gewählt oder wollen ein Gymnasium besuchen.


Neubau, Umbau, Erweiterung

„Mit der Planung der neuen Gesamtschule Nord+, die eine Gesamtschule mit Grundstufe wird, entsteht bereits eine neue Sekundarstufe I im Einzugsgebiet für den Kasseler Osten. Für die Zukunft gilt es, viele Schüler*innen und Eltern aus verschiedenen Stadtteilen von dieser Schule zu überzeugen“, betont Griesel. Sie verwies außerdem auf weitere Schulbauprojekte, die neue Kapazitäten sowohl an Gesamtschulen als auch Gymnasien schaffen. Für das gesamte Stadtgebiet Kassel werden mit dem Ausbau der Johann-Amos-Comenius-Schule und der Georg-August-Zinn-Europaschule weitere Gesamtschulplätze geschaffen, die insgesamt den Bedarf von Gesamtschulplätzen für Kassel abdecken und sich an den erwartbaren Schüler*innenzahlen orientieren. Dazu kommen laut Griesel noch diverse Baumaßnahmen an Grundschulen mit Erweiterungen, Mensen und Sporthallen. So wurde erst kürzlich der Neubau der Auefeldschule eingeweiht. „Diese Bauprojekte zeigen, dass uns Grünen die Bildungspolitik am Herzen liegt.“


Nicht bedarfsorientierte Forderungen

„Mit zwei Schulneubauten im Integrierten Gesamtschul-Bereich im Einzugsgebiet des Kasseler Osten, der die Schüler*innenzahlen abdeckt, ist es politisch in Zeiten einer angespannten Haushaltslage durch Preissteigerungen in allen Bereichen nicht zu verkaufen, warum Steuergelder für nicht bedarfsorientierte Forderungen ausgegeben werden sollten“, betont Griesel.

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