Auf dem Weg zu 100.000 Bäumen

von fraktion

In Kassel soll es bald mindestens 100.000 Bäume geben. Der Magistrat soll die personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, um dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Derzeit gibt es etwa 90.000 städtische Bäume. „Kassel ist unter den zehn größten hessischen Städten, die mit den meisten Stadtbäumen pro Einwohner*in. Auf zehn Einwohner*innen kommen hier sage und schreibe 4,6 Stadtbäume“, erklärt Christine Hesse, Sprecherin der Rathausgrünen für Umweltschutz.
In Kassel soll es bald mindestens 100.000 Bäume geben. Der Magistrat soll die personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, um dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Derzeit gibt es etwa 90.000 städtische Bäume. „Kassel ist unter den zehn größten hessischen Städten, die mit den meisten Stadtbäumen pro Einwohner*in. Auf zehn Einwohner*innen kommen hier sage und schreibe 4,6 Stadtbäume“, erklärt Christine Hesse, Sprecherin der Rathausgrünen für Umweltschutz.

CO2-Speicher und Sauerstoffproduzent

Sie betont die wichtige Bedeutung von Bäumen als Schattenspender sowie deren Funktion für das Stadtklima – als CO2-Speicher und Sauerstoffproduzent. Darüber hinaus filtern Bäume Luftschadstoffe, tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei und können Hitzewellen und Starkregen abmildern. „Um es auf den Punkt zu bringen: Sie steigern unsere Lebensqualität immens.“ Hesse dankte der Themenwerkstatt Biodiversität des Klimaschutzrates für deren Maßnahmenempfehlung „Kassel – Stadt der 100.000 Bäume“. Per Konzept sollen Standorte für bis zu 10.000 weitere Bäume gefunden werden. Dazu sollen auch Bürger*innen beitragen, die Vorschläge für Baumpflanzungen auf privaten Grundstücken machen können.

Hesse wies darauf hin, dass bei der Standortwahl wichtige Bedingungen erfüllt werden müssen. So benötigen Bäume ausreichend Wurzelraum. Hier gilt es vieles zu beachten: unterirdische Leitungen wie Kabel und Rohre – und oberirdisch müssen Radwege, Straßen und Fußgängerbereiche berücksichtigt werden.

Personelle und finanzielle Ressourcen anpassen

„Wir haben allerdings ein riesiges Problem: Der Klimawandel und die damit verbundenen Unwetter und dann wiederum Dürrezeiten führen zu starken Schädigungen des städtischen Baumbestandes – und das zieht sich über das gesamte Stadtgebiet durch.“ Durch den Mangel an Wasser und Nährstoffen schwinden die natürlichen Abwehrkräfte der Bäume. Deren Anfälligkeit für Schädlinge und neuartige Krankheiten steigt. Bäume sind einerseits eines der effektivsten Mittel gegen den Klimawandel, andererseits aber besonders anfällig für seine Folgen. Für Hesse sind die Pflege der Bäume für die Mitarbeiter*innen des Umwelt- und Gartenamtes eine Herkulesaufgabe. „Von daher ist es wichtig, dass wir die personellen und finanziellen Ressourcen anpassen. Eine Stadt ohne Bäume ist eine tote Stadt.“

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